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Die Geschichte der High Heels

Die Geschichte der High Heels

 

 „Keep your heels, head and standards high“ – Coco Chanel

 Macht, Status, Schönheit und Sex – all das symbolisieren High Heels, die wohl aufregendsten Schuhe, die eine Frau tragen kann. Genauso einzigartig ist die Geschichte des Absatzes, der Männern – und erst dann Frauen - einen zutiefst menschlichen Wunsch erfüllt: Größer und eleganter zu scheinen, als man ist.

 Wenn man näher darüber nachdenkt, muss der Erfinder des Absatzes verrückt gewesen sein: Die eigenen Füße den lieben langen Tag in Schuhe zu zwängen, auf denen man in erster Linie auf den Zehen balanciert und ohne gewissenhafte Übung furchtbare Schmerzen leidet, gehört wohl nicht zu den Einfällen, die die Menschheit merklich weitergebracht haben. Oder doch? Schließlich trug jede bedeutende Persönlichkeit vom persischen Kaiser bis Ludwig XIV. von Frankreich High Heels. Die ersten Schuhe mit erhöhter Sohle trugen – wie könnte es anders sein? – die alten Griechen, die mit Kork-Schichten unter der Sohle bei Theater-Aufführungen den Rang der einzelnen Rolle darstellten. Erst die Perser sollten jedoch den „klassischen“ High Heel erfinden, da sie beim Reiten nach einer Möglichkeit suchten, nicht aus dem Steigbügel zu rutschen. Die Schuhe wurden dem damaligen Kleidungsstil entsprechend aus edelsten Stoffen und in leichtenden Farben angefertigt.

Persische Reitschuhe
römische High Heels

Der Orient als Vorbild

 Das musste natürlich Aufsehen erregen, als ein persischer Monarch, Shah Abbas, im 15. Jahrhundert den englischen Königshof besuchte.  Die neue Schuhmode hatte nicht nur den Vorteil, schön auszusehen, sie erfüllte auch den praktischen Nutzen, Straßenschmutz von den Kleidern fern zu halten. Aus demselben Grund nutzen übrigens japanische Geishas seit Jahrhunderten Plateausandalen. Die sogenannten „Okobos“ aus Holz können bis zu 18 Zentimeter hoch sein.

 In Europa waren hohe Schuhe vorerst jedoch den Männern vorbehalten -  Frauen trugen züchtige flache Stiefel. Der aufreizende Effekt von High Heels, der nur von Prostituierten genutzt wurde, führte in Frankreich zu einem Verbot des sündigen Schuhwerks.

Das beeindruckte nur kurze Zeit später aber vor allem einen herzlich wenig: Ludwig XIV., der Sonnenkönig von  Versailles, liebte alles, was ihn und seinen Hofstaat prunkvoller erscheinen ließ. Er trug fünfzehn Zentimetern hohe Pumps aus Samt, deren Sohlen rot lackiert wurden - und befahl allen männlichen Mitglieder des Hofes, es ihm gleich zu tun. Dieses Markenzeichen royaler Opulenz sollten einige Jahrhunderte später ein Schuhmacher für seinen internationalen Erfolg nutzen: Christan Louboutin.    

Geishas in traditionellen Okobos
High Heels für Frauen

Geschichte für Fashionistas: Die History der High Heels

 

 

„Keep your heels, head and standards high“ – Coco Chanel

 

Macht, Status, Schönheit und Sex – all das symbolisieren High Heels, die wohl aufregendsten Schuhe, die eine Frau tragen kann. Genauso einzigartig ist die Geschichte des Absatzes, der Männern – und erst dann Frauen - einen zutiefst menschlichen Wunsch erfüllt: Größer und eleganter zu scheinen, als man ist.

 

Wenn man näher darüber nachdenkt, muss der Erfinder des Absatzes verrückt gewesen sein: Die eigenen Füße den lieben langen Tag in Schuhe zu zwängen, auf denen man in erster Linie auf den Zehen balanciert und ohne gewissenhafte Übung furchtbare Schmerzen leidet, gehört wohl nicht zu den Einfällen, die die Menschheit merklich weitergebracht haben. Oder doch? Schließlich trug jede bedeutende Persönlichkeit vom persischen Kaiser bis Ludwig XIV. von Frankreich High Heels. Die ersten Schuhe mit erhöhter Sohle trugen – wie könnte es anders sein? – die alten Griechen, die mit Kork-Schichten unter der Sohle bei Theater-Aufführungen den Rang der einzelnen Rolle darstellten. Erst die Perser sollten jedoch den „klassischen“ High Heel erfinden, da sie beim Reiten nach einer Möglichkeit suchten, nicht aus dem Steigbügel zu rutschen. Die Schuhe wurden dem damaligen Kleidungsstil entsprechend aus edelsten Stoffen und in leichtenden Farben angefertigt.

 

Persische Reitschuhe
römische High Heels

Der Orient als Vorbild

 

Das musste natürlich Aufsehen erregen, als ein persischer Monarch, Shah Abbas, im 15. Jahrhundert den englischen Königshof besuchte.  Die neue Schuhmode hatte nicht nur den Vorteil, schön auszusehen, sie erfüllte auch den praktischen Nutzen, Straßenschmutz von den Kleidern fern zu halten. Aus demselben Grund nutzen übrigens japanische Geishas seit Jahrhunderten Plateausandalen. Die sogenannten „Okobos“ aus Holz können bis zu 18 Zentimeter hoch sein.

 

In Europa waren hohe Schuhe vorerst jedoch den Männern vorbehalten -  Frauen trugen züchtige flache Stiefel. Der aufreizende Effekt von High Heels, der nur von Prostituierten genutzt wurde, führte in Frankreich zu einem Verbot des sündigen Schuhwerks.

 

Das beeindruckte nur kurze Zeit später aber vor allem einen herzlich wenig: Ludwig XIV., der Sonnenkönig von  Versailles, liebte alles, was ihn und seinen Hofstaat prunkvoller erscheinen ließ. Er trug fünfzehn Zentimetern hohe Pumps aus Samt, deren Sohlen rot lackiert wurden - und befahl allen männlichen Mitglieder des Hofes, es ihm gleich zu tun. Dieses Markenzeichen royaler Opulenz sollten einige Jahrhunderte später ein Schuhmacher für seinen internationalen Erfolg nutzen: Christan Louboutin.   

 

 

Geishas in traditionellen Okobos
High Heels für Frauen
Objekt der Begierde

 Die sexuelle Anziehungskraft der High Heels sollte sie ab dem späten 19. Jahrhundert auch endgültig als weibliches Schuhwerk etablieren. Nach den Kriegswirren des beginnenden 20. Jahrhunderts wurde 1954 der erste Stöckelabsatz von Roger Vivier für die Modekollektionen von Christian Dior „erfunden“. Benannt nach dem italienischen Wort für einen dünnen Dolch – Stiletto -  traten die Schuhe von Hollywood aus ihren Siegeszug an. Laut einem nicht bestätigten Gerücht trug Marilyn Monroe Schuhe mit unterschiedlich hohen Absätzen, um ihren sexy Gang zu erzeugen.  

 Seit dem 20. Jahrhundert sind High Heels aus der weiblichen Garderobe nicht mehr wegzudenken – was Berichten zufolge im Jahr 2015 darin gipfelte, dass das Filmfestival in Cannes Frauen verbot, etwas anderes als hohe Absätze auf dem roten Teppich zu tragen. Die Kontroverse schlug breite Wellen – schließlich sind dank moderner Forschung die langfristigen Schäden hoher Schuhe an Knöcheln, Knochen, Muskeln und der allgemeinen Balance weitreichend bekannt. Warnungen, die mittlerweile auch die internationale Schuhindustrie ernst nimmt. Nicht ohne Grund werden die Trend-Kollektionen der letzten Jahre von flachen Schuhen und Sneakern dominiert, die Frauen elegant und schmerzfrei durchs Leben gehen lassen. Ob damit das Ende der Geschichte der High Heels eingeläutet wird? Wir bleiben gespannt und verzieren einstweilen unsere Sneaker – und manchmal High Heels.

Cannes Filmfestival

Kontrolle der High Heels beim Cannes Filmfestival.2/4

Bildcredit:

Headerbild: Mike Wilson

Persischer Reitschuh: www.realstylist.net/interesting-history-of-high-heels.html

Griechischer Theaterschuh: www.booksfact.com/history/origins-high-heels-platform-footwear.html

Seidenschuhe: LACMA Fotogallerie

Werbung für Roger Vivier: agnautacouture.com/2013/08/18/roger-viviercalled-the-faberge-of-footwear-part-1/

Marilyn Monroe: casacouture.co/2012/12/06/the-history-of-the-high-heel/marilyn-monroe-high-heels/

Cannes Filmfestival: www.independent.co.uk/arts-entertainment/films/cannes-film-festival-rejects-women-from-red-carpet-screening-of-pro-lgbt-romance-carol-for-not-10259953.html